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LED-Lexikon

  1. Lichtfarbe/Farbtemperatur (in Kelvin)
    Die Farbtemperatur (eng verknüpft mit der Lichtfarbe) ist ein Maß für den farblichen Eindruck einer Quelle und wird in Kelvin gemessen. Je höher der Wert, desto neutraler bzw. bläulicher/kälter erscheint der beleuchtete Gegenstand.

    Oft spricht man von Warmweiß (2700 bis 3500 Kelvin) neutralweiß (3500-5000 Kelvin) oder Kaltweiß (5000-6500 Kelvin). Gängige Beispiele sind Kerze 1500 K, Glühlampe (100 W) 2800 K, Leuchtstofflampe (Kaltweiß) 4000 K. Dadurch, dass LEDs eher kühleres Licht ausstrahlen, wird die warmweiße Lichtfarbe durch eine Phosphor Beschichtung erreicht. Durch verschiedene chemische Zusammensetzungen der Phosphor Beschichtung variiert die warme Lichtfarbe von Produzent zu Produzent. Mit der aktuellen LED Technologie können praktisch alle Farbspektren und Farbtemperaturen des Lichtes erzeugt werden, was zu einer weitestgehend farbechten Anmutung der angestrahlten Objekte führt (beachten Sie hierbei auch den Farbwiedergabeindex CRI – weiter unten erklärt). In anspruchsvollen Bereichen des Handels wie beispielsweise Mode, Schmuck, Autohandel, ist ein hoher Farbwiedergabeindex gepaart mit der richten Farbtemperatur sehr wichtig

  2. Farbwiedergabe – CRI
    Die Farbwiedergabestufe des Lichtes gilt als Qualitätsmerkmal und wird mit Ra oder im Englischen mit CRI (Color Rendering Index) angegeben. Je getreuer ein Gegenstand unter einer Beleuchtung bzw. Lichtquelle aussieht, desto besser ist die Farbwiedergabestufe. Je höher also dieser Wert, desto qualitativ höherwertiger also auch die Lichtquelle. Ein Ra von 100 ist dabei die beste Farbwiedergabe = keine Abweichung von der idealen Vorlage, die Farben des beleuchteten Gegenstandes erscheinen so wie in der Natur. Generell (vor allem im Innenbereich) sollte man nur Lampen mit einem Farbwiedergabeindex von mindestens Ra 80 einsetzen. Räume in denen es auf Farbwahrnehmung ankommt brauchen einen möglichst hohen Farbwiedergabeindex (also Ra 90 aufwärts). Bei Leuchtstofflampen steht der Ra Wert häufig verschlüsselt auf der Lampe: Der aufgedruckte wert 840 bedeutet einen Ra Wert von mindestens 80 (erste Zahl) mit einer Farbtemperatur von 4000 Kelvin. 850 bedeutet ein Ra Wert von mindestens 80 mit einer Farbtemperatur von 5000 Kelvin.

  3. Farbqualitätsindex – CQS
    In anspruchsvollen Bereichen des Handels wie beispielsweise Mode, Schmuck, Autohandel, ist ein hoher Farbwiedergabeindex gepaart mit der richten Farbtemperatur sehr wichtig. Allerdings haben viele Experimente gezeigt, dass der CIE-Methode (siehe oben unter CRI) die wahrgenommene Farbwiedergabeeigenschaft der Lichtquelle nicht eiwandfrei beschreiben. Für hochwertige Anwendungsfälle wie Textiläden wird daher neben der CRI Methode auch die CQS Methode des national Institute of Standards ans Technology (NIST, USA) vorgeschlagen. Diese CQS Methode verwendet 15 speziell ausgewählte (gesättigte) Testfarben statt der CIE Testfarben.

  4. IP Schutzklasse
    Der IP Code beschreibt mit einer zweistelligen Ziffernkombination, wie gut eine System vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt ist. Die erste Ziffer x spezifiziert die Schutzklasse für Berührungs- und Fremdkörperschutz, die zweite Ziffer y den Wasser- und Feuchtigkeitsschutz.

  5. Lumen (lm)
    Mit Lumen bezeichnet man den Lichtstrom einer Lampe. Lumen (lm) wird als Einheit des Lichtstroms verwendet und misst die gesamte von einer Strahlungsquelle (in allen Richtungen) ausgesandte sichtbare Strahlung. Hier ist zu bemerken, dass z.B.: die Lumengröße bei herkömmlichen Leuchtstoffröhren typischerweise im 360° Winkel um das Leuchtmittel gemessen wird. Bei LED-Leuchtstoffröhren wird bzw. kann natürlich nur der nutzbare (sichtbare) Lichtstrom gemessen werden. Daher auch die Unterschiede im direktem Vergleich. Der Lumen-Wert an sich gibt nur Aufschluss über den maximalen Lichtstrom der Röhre (Multiplikation des Lichtstroms der einzelnen LED mit der Anzahl der verbauten LEDs). Achtung: Erst die Messung der Lux (siehe untern unter Lux) zeigt aber das wahre Leistungspotential des Leuchtmittels. Wichtig: der Lumen-Wert eines Leuchtmittels ändert sich nicht, die Lux sind je nach Gegebenheit (Tag, Nacht, Umfeld, etc.) natürlich variabel. Der Lumen-Wert als Angabe alleine hat keine Aussagekraft.

  6. Lichstrom (lt. Wikipedia)
    Der Lichtstrom (englisch luminous flux) ist die photometrische Entsprechung zur Strahlungsleistung. Er wird in der Einheit Lumen (lm) angegeben und berücksichtigt die wellenlängenabhängige Empfindlichkeit des menschlichen Auges. Die Integration der Lichtstärke über eine Fläche, auf die das Licht senkrecht einfällt, ergibt den einfallenden Lichtstrom. Die Integration des Lichtstroms über die Zeit ergibt die Lichtmenge.

  7. Vergleich Lumen zu Watt – Lichtausbeute
    Bis dato war Watt eine mehr oder weniger sinnvolle Angabe für Leuchtmittel. So hat zB eine 40 Watt Glühbirne ca. 400 Lumen. Da aber alle anderen Leuchtmittel mehr Lumen aus einem Watt herausholen (und das teilweise mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen) ist die Kategorisierung eines Leuchtmittels nur mit Watt nicht mehr sinnvoll. Viel mehr braucht man beide Angaben – Lumen um die Helligkeit eines Leuchtmittels zu beschreiben und Watt um den Energieverbrauch des Leuchtmittels einordnen zu können. Lumen/Watt gibt dann in Kombination die Energieeffizienz eines Leuchtmittels an.

  8. Beleuchtungsstärke – Lux (lx)
    Beleuchtungsstärke ist das Licht, welches effektiv auf einer Fläche ankommt. Das heißt – gemessen wird, wie viel Licht tatsächlich z.B. auf dem Boden ankommt – egal wie viel Lumen die Leuchte aussendet. Angegeben wird dieses in Lux. Ein Lux gibt an, wieviel Lumen auf 1m² Fläche fällt (vergleichbarer Wert). Gemessen wird mit einem sog. Luxmeter. Die Normen und Richtlinie beziehen sich immer auf Lux. Typische Werte: Öffentliche Räume meist 200 Lux Am Schreibtisch sollten Sie – bei konzentrierten Arbeiten – mindestens 500 Lux haben. Sonnenlicht – an einem schönen Sonnentag – kann 40.000 bis 50.000 haben. Die erforderlichen Beleuchtungsstärken finden sich im DIN EN 12464-1 hier wird z.B.: für Lagerräume 100 Lux und für grobe und mittlere Maschinenarbeiten 300 lux gefordert.

  9. Candela
    Eine Lichtquelle strahlt ihr Licht nicht nach allen Seiten gleichmäßig ab. Candela (cd) ist die Einheit welche den Lichtstrom beschreibt, welcher von einer Lichtquelle in eine bestimmte Richtung ausgesendet wird. Candela ist wie Lumen eine Sendegröße welche den Eindruck der Strahlung im Auge beschreibt.
    Abstrahlwinkel – Ausleuchteverhalten
    Der Abstrahlwinkel beschreibt bei gerichteten Lichtquellen den Winkel, der von den seitlichen Punkten mit halber Maximal-Lichtstärke eingeschlossen wird. Dieser Winkel gibt z.B. bei Leuchtstoffröhren an, wie weit die Leuchtstoffröhre nach links und rechts strahlt. Da LED ein gerichtetes Licht ist, ist der Abstrahlwinkel eine wichtige Kennziffer. Viele herkömmliche Leuchtmittel wie Leuchtstoffröhren oder Glühbirnen haben einen Abstrahlwinkel von 360 Grad müssen also mit Reflektoren gerichtet werden, was zu Ineffizienzen führt.

  10. RGB
    Die Abkürzung RGB steht für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Durch Mischung dieser 3 Grundfarben im additiven Farbraum lassen sich Farben durch die Angabe der 3 Werte definieren.

  11. Treiber
    Ein LED Treiber ist ein Netzteil, das auf die Anschlusswerte der LED oder des LED Verbunds angepasst ist. Treiber sollten den Strom abhängig von der Spannung immer gleich regeln und können je nach Ausführung dimmbar sein.

  12. UGR
    Das Unified Glare Rating (UGR) wurde von der Internationalen Beleuchtungskommission CIE als Verfahren entwickelt, um die Bewertung der Blendung weltweit zu vereinheitlichen. Dabei wird die Blendung der gesamten Beleuchtungsanlage von einer definierten Beobachterposition berechnet. Je niedriger der UGR Wert, desto geringer ist die psychologische Blendung.

  13. Energieeffizienzklasse
    Die Energieeffizienzklasse wird nach wie vor mittels der bekannten A-G Skalierung angegeben. Allerdings sind die Effizienzklassen unterhalb von C zukünftig nur noch bei Auslaufmodellen der Glühbirne und der Halogenlampen. Insbesondere bei Halogenlampen sollte darauf geachtet werden, dass keine Auslaufmodelle mit geringerer Effizienz als C-Klasse gekauft werden. Der Effizienzwert in Lumen pro Watt wird von den Herstellern nicht immer angegeben lässt sich jedoch leicht errechnen: Lichtausbeute [Lumen pro Watt] = Lichtstrom [Lumen] / Leistung [Watt]

  14. Vorschaltgeräte für Leuchtstoffröhren
    EVG – Elektronisches Vorschaltgerät ohne Startverzögerung bei teuren und modernen Leuchten.
    VVG – verlustarmes Vorschaltgerät, vorzugsweise bei Leuchten ab ca. 1996. Ca 10% Verbreitung
    KVG – konventionells Vorschaltgerät. Alle anderen und ältere Leuchten. Über 80% Verbreitung.